Das alte Thema…

Irgendwie war sie mir nie wirklich aufgefallen. Warum eigentlich?

Ich weiß, dass sie eine krasse Krankheit hat, mit der sie manchmal tagelang zuhause liegt und Schmerzen hat die von keinem Betäubungsmittel der Welt gestillt werden können. Ihr Gehirn spielt irgendwie verrückt, und deutet Signale als Schmerzen, die gar keine sind.

Und trotzdem ist sie das Mädchen mit dem ehrlichsten (und häufigsten) Grinsen das ich kenne. Trotzdem hat sie diese krasse Ausstrahlung. Positiv, nur positiv.

Ich kann mit ihr fast so viel Scheiße labern wie mit J., habe ich gemerkt. Es ist einfach immer toll neben ihr zu sitzen.

Sie hat wenig Berührungsängste, knufft mich wie jeden anderen auch, was wirklich selten vorkommt.

Und ich bin mit ihr mal (in eineim relativ ernsten Gespräch) darüber einig geworden, dass Liebe eine Illusion ist, und sie absolut Recht hat, wenn sie sich gerade ein Jahr Jungs-Pause nimmt.

Damnit, was wird das wieder….

…aber es IST so.

„Philosophie“ bedeutet Selberdenken. „Für die Philosophen, ja.“ würden viele Menschen dieser These entgegnen. Sie haben vermutlich schon von einigen großen Philosophen gehört, von Kant mit seinem Kategorischen Imperativ oder von Aristoteles mit seiner Mesotes-Lehre. Vermittelt wohl größtenteils durch den Lehrplan des Religions- oder Ethikunterrichts. Sie halten die Philosophie für eine Wissenschaft der erleuchteten Geister, scheuen den Kontakt mit ihr oder verwehren sich ihm sogar aktiv.

Doch sie begehen damit einen großen Denkfehler – sie übersehen die Philosophie des Alltags. Seien es politische Diskussionen am Stammtisch, die sich quasi „nebenher“ mit staatsphilosophischen Ansätzen auseinandersetzen, sei es die allgemeine Auseinandersetzung mit der Folgenethik im Rahmen des Diskurses über die Verantwortbarkeit der zivilen Nutzung der Kernenergie – die Beispiele sind vielfältig, sie aufzuzählen müßig. Dem Nachdenken über solch essentielle Fragestellungen kann sich niemand ernsthaft entziehen; sich „keine Meinung“ zu bilden mag zwar in gewissen Kreisen als chic gelten, ist aber so nicht realisierbar.

Es ist in der Struktur des menschlichen Gehirns festgeschrieben, über aufgenommene Informationen Reflexion zu betreiben, sie mit zuvor Gelerntem zu verbinden und in bekannte Zusammenhänge einzuordnen. Das geschieht zwar ohne unser Zutun, stellt aber nichtsdestotrotz einen selbstständigen, aktiven Gedankenprozess dar. „Keine Antwort ist auch eine Antwort“, „keine Meinung“ ist auch eine Meinung, „nicht nachdenken wollen“ auch ein Produkt des Nachdenkens.

Die außerordentlichen Erfolge von Filmen wie „Matrix“, „Inception“, Avatar“ und „Fight Club“, allesamt, meiner Meinung nach, hoch philosophisch, ganz offen und unverblümt, bestätigen dies. Denn jeder, der einen dieser Filme schon einmal gesehen hat, hat eine Meinung dazu, mitunter entwickeln sich von selbst stundenlange Gespräche über die philosophischen Aspekte der Filme (freilich ohne dabei die „Philosophie“ beim Namen zu nennen…). Woher kommen diese Gespräche? Aus dem reinen, passiven Konsum? Sicher nicht. Sie kommen aus der aktiven Auseinandersetzung mit den Filmen, ob vom Zuschauer gewollt oder nicht.

„Philosophie“ bedeutet Selberdenken – selbst das Ankämpfen dagegen wäre Beweis genug dafür.

Kapitulation

Ein Bog ohne Musik, das halte ich nicht länger aus.

Hatte ja angekündigt, auf YouTube verzichten zu wollen, so lange eine Verknüpfung meines existierenden Accounts mit einem Google-Account (den ich nicht haben wollte) obligatorisch ist.

Ich habs aufgegeben.

(Wie unehrlich ist das denn, mit einem YouTube (by Google) Account keine Probleme zu haben, mit einem reinen Google-Account aber schon?)

Die „Uber.“-Seite ist jetzt neu, sozusagen. Heißt jetzt auch anders.

Onan.

„Als 17-jährige soll sie, genauso wie die 15-jährige Cathleen, so oft und so vielfältig masturbieren, wie sie es möchte und wie es ihr gut tut. In jeder Familie würde man einen (vielleicht nicht immer offenen) Weg finden, damit umzugehen: Tür zu.“

WORD.

Aber was ist, wenn einem genau dieser natürliche Umgang seine ganze Jugend über als Sünde verkauft wurde? Wenn man sich als 14-jähriger Junge theologische Rechtfertigungen ausdenken musste, damit das eigene Gewissen noch mit dem zurecht kam, was man die letzten 3 Jahre über schon praktiziert hatte?

Ich bin wirklich dankbar darum, trotz meiner körperlichen Einschränkung, meine Sexualität fast so ausleben zu können wie ich will, wenn ich will. Aber ein gewisser Schaden in diesem Bereich wird mich wohl immer verfolgen.